1829 Kohlbrügge promoviert in Utrecht zum Doktor der Theologie.
1830 Gesuch des Lutheraners Dr. Kohlbrügge um Aufnahme in die reformierte Gemeinde in Utrecht, die jedoch durch die Provinzial-Kirchenverwaltung abgelehnt wird.
31.07.1833 Dr. Kohlbrügge predigt in der Alten reformierten Kirche in Elberfeld über "Ich bin fleischlich , (!) unter die Sünde verkauft".
1834 Kanzelverbot für Kohlbrügge in den Gemeinden der Rheinprovinz durch das Konsistorium in Koblenz.
1835 Einführung der Rheinisch-Westfälischen Kirchenordnung und Agende durch den preußischen König Friedrich Wilhelm III. Die reformierte Gemeinde Elberfeld nimmt unter Druck des Konsistoriums die "kleine Liturgie" an.
Juni 1843 Bruch der Gruppe um Daniel und Carl von der Heydt mit der reformierten Gemeinde Elberfeld. Übersiedlung der Familie Kohlbrügge nach Elberfeld . Ab Juni - Kohlbrügge leitet erste Gottesdienste, zunächst in seinem Haus, Wirmhof 12, angemietet durch Daniel von der Heydt. Pläne, Kohlbrügge zum fünften Prediger der reformierten Gemeinde Elberfeld zu berufen.
1846 Kohlbrügges Gesuch um Aufnahme in die reformierte Gemeinde Elberfeld, dem am 04.11. stattgegeben wird. Mitte November kommt es zu wachsenden Missverständnisse zwischen Kohlbrügge und dem Presbyterium. Ende Dezember erhält Kohlbrügge vertrauliche Mitteilungen aus Berlin, dass die Bildung einer selbstständigen Gemeinde möglich sein werde.
30.03.1847 Das Toleranzedikt von König Friedrich Wilhelm IV. ermöglicht die Gründung freier, von Staat und Landeskirche unabhängiger Gemeinden.
18.04.1847 Durch die Unterzeichnung der sog. Konstitutionsakte entsteht die (spätere) Niederländisch-reformierte Gemeinde, Erstunterzeichner ist Dr. theol. H.F. Kohlbrügge.
25.04.1847 Erster Gottesdienst im Gasthof der Witwe Obermayer (Gemeindeglied) "Auf dem Wall" , die Phase der Gemeindegründung erfährt ihren Abschluss durch den offiziellen Austritt der Unterzeichner der Konstitutionsakte aus der Landeskirche. 92 wahlberechtigte Gemeindeglieder wählen das erste Presbyterium: 3 Älteste und 3 Diakone , Daniel von der Heydt wird Kirchmeister. Dr. Kohlbrügge wird durch seine Ältesten zum Pastor der Gemeinde ordiniert
11.12.1847 Grundsteinlegung Kirche Deweerthstraße - 30.09.1849 erster Gottesdienst in der neuen Kirche.
24.11.1849 Durch königlichen Erlass werden der Gemeinde eingeschränkte Korporationsrechte verliehen.
03.05.1851 Kauf des Begräbnisplatzes (Gottesacker) "am Schaffstall" (ursprünglich nicht Schafstall, heute : Katernberger Straße)
26.04.1852 Familie Kohlbrügge bezieht das neue Pastorat in der Deweerthstraße. Im Juli legen Daniel von der Heydt, Gustav Schlieper und der Mennonit David Peters dem Stadtrat ihr Konzept für die Neugestaltung der städtischen Armenpflege vor. Dabei hat die Organisation der Diakonie in der Niederländisch-reformierten Gemeinde Modellcharakter.
01.01.1853 Die neue Armenordnung - später bekannt als "Elberfelder System"- tritt in Kraft.
1870 - 1901 Julius Künzli wird zweiter Pastor der Gemeinde.
05.03.1875 Tod von Dr. H.F. Kohlbrügge
1875 - 1880 Dr.theol Adolph Zahn wird dritter Pastor der Gemeinde. 1898 - 1906 Lic. theol. Theodor Stiasny "Hülfsprediger" der Gemeinde. 1901 - 1927 Benjamin Lütge wird vierter Pastor der Gemeinde.1905 - 1930 Gottfried Locher wird fünfter Pastor der Gemeinde
1914 - 1918 Erster Weltkrieg. Der Versand von in der Gemeinde gehaltenen Predigten an die Frontsoldaten wird als "wehrzersetzend" verboten.
1931 - 1938 Lic. theol. Alfred de Quervain, ein Schweizer und Freund Karl Barths, wird sechster Pastor der Gemeinde. Enge Verbindungen zur Bekennenden Kirch. Ab 1935 arbeitet de Quervain zudem als Dozent für reformierte Dogmatik an der illegalen kirchlichen Hochschule Wuppertal. Vorlesungen wurden als Gemeindeversammlungen "getarnt".
24./25. 06.1943 Kirche, Gemeindehaus, Küsterwohnung und Pastorate werden beim Bombenangriff auf Elberfeld zerstört. Danach versammelt sich die Gemeinde in der Friedhofskapellean der Katernbergerstr. zu ihren Gottesdiensten. 10.09.1967 Predigtstätte ist nicht mehr die Friedhofskapelle, sondern die Alte Reformierte Kirche in der Calvinstraße.
1966 - 1981 Hellmut Klingbeil wird achter Pastor der Gemeinde.
15.09.1983 Heinrich Lüchtenborg wird neunter Pastor der Gemeinde.
10.09.1989 Wechsel der Predigtstätte von der Übergangslösung der "Untermiete" in der ref.Kirche Calvinstraße zurück in die Katernbergerstr. 61. Umbenennung der Friedhofskapelle in Gemeindehaus.